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Удмуртская Республика


Gropius Walter. Internationale Architektur. — Zweite veränderte auflage. — München, 1927. — Bauhausbücher 1

Internationale Architektur / von Walter Gropius. — Zweite veränderte auflage. — München : Albert Langen Verlag, 1927. — 111 s., ill. — (Bauhausbücher 1). Internationale Architektur / von Walter Gropius. — Zweite veränderte auflage. — München : Albert Langen Verlag, 1927. — 111 s., ill. — (Bauhausbücher 1).
Internationale Architektur / von Walter Gropius. — Zweite veränderte auflage. — München : Albert Langen Verlag, 1927. — 111 s., ill. — (Bauhausbücher 1). Internationale Architektur / von Walter Gropius. — Zweite veränderte auflage. — München : Albert Langen Verlag, 1927. — 111 s., ill. — (Bauhausbücher 1).
 

Internationale Architektur / von Walter Gropius. — Zweite veränderte auflage. — München : Albert Langen Verlag, 1927. — 111 s., ill. — (Bauhausbücher 1).

 
Первая книга серии Bauhausbücher (издавалась школой Баухауз с 1925 по 1929 годы). Автор: Вальтер Гропиус (1883—1969) — немецкий архитектор, учредитель Баухауса. «Международная архитектура» Вальтера Гропиуса — иллюстрированная книга работ ведущих современных архитекторов со всего мира. 1-е издание вышло в 1925 году, дополненное 2-е издание — в 1927 году.
 
DRUCK:
HESSE & BECKER, BUCHDRUCKEREI LEIPZIG
 
KLISCHEES:
DR. VON LÖBBECKE U. CO., ERFURT UND DÜNNHAUPT & CO., DESSAU
 
TYPOGRAPHIE UND EINBAND:
L. MOHOLY-NAGY
 
UMSCHLAG:
FARKAS MOLNAR
 
 
VORWORT
 
Die „INTERNATIONALE ARCHITEKTUR“ ist ein Bilderbuch moderner Baukunst. Es will in knapper Form Überblick über das Schaffen führender moderner Architekten der Kulturländer geben und mit der heutigen architektonischen Gestaltsentwicklung vertraut machen*).
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*) Um einem breiteren Laienpublikum zu dienen, beschränkte sich der Herausgeber im wesentlichen auf Abbilder äußerer Bauerscheinungen. Typische Grundrisse und Innenräume werden in einem späteren Bande folgen.
 
Die nach besonderer Auswahl abgebildeten Werke tragen neben ihren verschiedenen individuellen und nationalen Eigentümlichkeiten gemeinsame, für alle Länder übereinstimmende Gesichtszüge. Diese Verwandtschaft, die jeder Laie feststellen kann, ist ein Zeichen von zukunftsweisender Bedeutung und Vorbote eines allgemeinen Gestaltungswillens von grundlegend neuer Art, der seine Repräsentanten in allen Kulturländern der Erde findet.
 
In dem vergangenen Zeitabschnitt versank die Kunst des Bauens in einer sentimentalen, ästhetisch dekorativen Auffassung, die ihr Ziel in äußerlicher Verwendung von Motiven, Ornamenten und Profilen meist vergangener Kulturen erblickte, die ohne notwendige innere Beziehung den Baukörper bedeckten. Der Bau wurde so zu einem Träger äußerlicher, toter Schmuckformen herabgewürdigt, anstatt ein lebendiger Organismus zu sein. Die unerläßliche Verbindung mit der fortschreitenden Technik, ihren neuen Baustoffen und neuen Konstruktionen verlor sich in diesem Niedergang, der Architekt, der Künstler blieb, ohne die souveränen Möglichkeiten der Technik zu beherrschen, im akademischen Ästhetentum hängen, ward müde und konventionsbefangen und die Gestaltung der Behausung und der Städte entglitt ihm. Diese formalistische Entwicklung, die sich in den schnell einander ablösenden „Ismen“ der vergangenen Jahrzehnte spiegelte, scheint ihr Ende erreicht zu haben. Eine neue wesenhafte Baugesinnung entfaltet sich gleichzeitig in allen Kulturländern. Die Erkenntnis wächst, daß ein lebendiger Gestaltungswille, in der Gesamtheit der Gesellschaft und ihres Lebens wurzelnd, alle Gebiete menschlicher Gestaltung zu einheitlichem Ziel umschließt — im Bau beginnt und endet. Folge dieses veränderten und vertieften Geistes und seiner neuen technischen Mittel ist eine veränderte Baugestalt, die nicht um ihrer selbst willen da ist, sondern aus dem Wesen des Baues entspringt, aus seiner Funktion, die er erfüllen soll. Die vergangene Epoche des Formalismus verkehrte den natürlichen Satz, daß das Wesen eines Baues seine Technik bestimmt und diese wieder seine Gestalt, sie vergaß das Wesentliche und Ursächliche über Äußerlichkeiten der Form und über den Mitteln ihrer Darstellung. Aber der neue Gestaltungsgeist, der sich langsam zu entwickeln beginnt, geht wieder auf den Grund der Dinge: um ein Ding so zu gestalten, daß es richtig funktioniert, ein Möbel, ein Haus, wird sein Wesen zuerst erforscht. Die Wesensforschung eines Bauwerkes ist ebenso an die Grenzen der Mechanik, Statik, Optik und Akustik gebunden, wie an die Gesetze der Proportion. Die Proportion ist eine Angelegenheit der geistigen Welt, Stoff und Konstruktion erscheinen als ihre Träger, mit Hilfe deren sie den Geist ihres Meisters manifestiert; sie ist gebunden an die Funktion des Baues, sagt über sein Wesen aus und gibt ihm erst die Spannung, das eigene geistige Leben über seinen Nützlichkeitswert hinaus. Zwischen einer Vielheit gleichmäßig ökonomischer Lösungsmöglichkeiten — es gibt deren viele für jede Bauaufgabe — wählt der schaffende Künstler innerhalb der Grenzen, die ihm seine Zeit steckt, nach persönlichem Empfinden die ihm gemäße aus. Das Werk trägt infolgedessen die Handschrift seines Schöpfers. Aber es ist irrig, daraus die Notwendigkeit zur Betonung des Individuellen um jeden Preis zu folgern. Im Gegenteil, der Wille zur Entwicklung eines einheitlichen Weltbildes, der unsere Zeit kennzeichnet, setzt die Sehnsucht voraus, die geistigen Werte aus ihrer individuellen Beschränkung zu befreien und sie zu objektiver Geltung emporzuheben. Dann folgt die Einheit der äußeren Gestaltungen, die zur Kultur führen, von selbst nach. In der modernen Baukunst ist die Objektivierung von Persönlichem und Nationalem deutlich erkennbar. Eine durch Weltverkehr und Welttechnik bedingte Einheitlichkeit des modernen Baugepräges über die natürlichen Grenzen, an die Völker und Individuen gebunden bleiben, hinaus, bricht sich in allen Kulturländern Bahn. Architektur ist immer national, immer auch individuell, aber von den drei konzentrischen Kreisen — Individuum — Volk — Menschheit — umspannt der letzte größte auch die beiden anderen. Daher der Titel:
 
„INTERNATIONALE ARCHITEKTUR“!
 
Bei der Betrachtung der Abbildungen dieses Buches vergegenwärtige man sich: Die knappe Ausnutzung von Zeit, Raum, Stoff und Geld in Industrie und Wirtschaft bestimmt entscheidend die Faktoren der Gesichtsbildung für alle modernen Bauorganismen: Exakt geprägte Form, Einfachheit im Vielfachen, Gliederung aller Baueinheiten nach den Funktionen der Baukörper, der Straßen und Verkehrsmittel, Beschränkung auf typische Grundformen und ihre Reihung und Wiederholung. Ein neuer Wille wird spürbar, die Bauten unserer Umwelt aus innerem Gesetz zu gestalten ohne Lügen und Verspieltheiten, ihren Sinn und Zweck aus ihnen selbst heraus durch die Spannung ihrer Baumassen zueinander funktionell zu verdeutliehen und alles Entbehrliche abzustoßen, das ihre absolute Gestalt verschleiert. Die Baumeister dieses Buches bejahen die heutige Welt der Maschinen und Fahrzeuge und ihr Tempo, sie streben nach immer kühneren Gestaltungsmitteln, um die Erdenträgheit in Wirkung und Erscheinung schwebend zu überwinden.
 
WALTER GROPIUS
 
 
VORWORT ZUR ZWEITEN AUFLAGE
 
Seit dem Erscheinen der ersten Auflage ist die moderne Baukunst der verschiedenen Kulturländer in überraschend schnellem Tempo der Entwicklungslinie dieses Buches gefolgt.
 
Damals erst Geahntes ist heute festumrissene Wirklichkeit: Das Gesicht der modernen Bauten, wie es sich in den zahllosen Publikationen der germanischen, slawischen und lateinischen Länder manifestiert, ist in den Hauptzügen übereinstimmend. Während Gotik, Barock, Renaissance einst intereuropäische Geltung besaßen, beginnt der neue Baugeist unseres technischen Zeitalters unaufhaltsam die ganze zivilisierte Welt zu erobern, getragen von den kühnen Errungenschaften der internationalen Technik. Das wachsende Interesse des großen Publikums an der Entwicklung der neuen Baugestalt zeigt mit Deutlichkeit den Sinn des neuen Bauens: Gestaltung von Lebensvorgängen.
 
Die zweite Auflage wurde durch einige neue Abbildungen, teilweise im Austausch mit früheren, ergänzt.
 
Dessau, Juli 1927
WALTER GROPIUS
 
PETER BEHRENS, Neubabelsberg b. Berlin, — Kleinmotorenfabrik der Allgem. Elektrizitätsgesellschaft, Berlin. Verblendziegelbau. 1912
PETER BEHRENS, Neubabelsberg b. Berlin, — Kleinmotorenfabrik der Allgem. Elektrizitätsgesellschaft, Berlin. Verblendziegelbau. 1912
 
 
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Источник: Bibliothèque Kandinsky
 
 
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10 марта 2015, 1:56 0 комментариев

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