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Удмуртская Республика


Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München, 1925. — Bauhausbücher 7

Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München : Albert Langen Verlag, 1925. — 115 s., ill. — (Bauhausbücher 7). Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München : Albert Langen Verlag, 1925. — 115 s., ill. — (Bauhausbücher 7).
 
 

Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München : Albert Langen Verlag, 1925. — 115 s., ill. — (Bauhausbücher 7).

 
 
Седьмая книга серии Bauhausbücher. Сборник работ мастерских Баухауза, составленный в 1924 году. В сборник включены результаты теоретических и практических экспериментов по определению формы бытовых предметов (мебель, посуда, игрушки), зависящей преимущественно от их функций. Основные принципы дизайна: простота упаковки, экономия ресурсов и снижение себестоимости, отсутствие «украшательств», создание моделей для массового производства. Предисловие к сборнику написал Вальтер Гропиус.
 
 
DRUCK:
OHLENROTH'SCHE BUCHDRUCKEREI ERFURT
 
KLISCHEES:
DR. VON LÖBBECKE U. CO.
ERFURT
 
TYPOGRAPHIE, EINBAND, UMSCHLAG:
L. MOHOLY-NAGY
 
Dieses Buch wurde im Sommer 1924 zusammengestellt. Technische Schwierigkeiten verhinderten das rechtzeitige Erscheinen. Das Personengremium des bisherigen Staatlichen Bauhauses hat seine Tätigkeit in Weimar abgeschlossen und setzt sie unter dem Namen DAS BAUHAUS IN DESSAU (Anhalt) fort.
 
 

WALTER GRORIUS

GRUNDSÄTZE DER BAUHAUSPRODUKTION

 
Das Bauhaus will der zeitgemäßen Entwicklung der Behausung dienen, vom einfachen Hausgerät bis zum fertigen Wohnhaus.
 
In der Überzeugung, daß Haus und Wohngerät untereinander in sinnvoller Beziehung stehen müssen, sucht das Bauhaus durch systematische Versuchsarbeit in Theorie und Praxis — auf formalem, technischem und wirtschaftlichem Gebiete — die Gestalt jedes Gegenstandes aus seinen natürlichen Funktionen und Bedingtheiten heraus zu finden.
 
Der moderne Mensch, der sein modernes, nicht ein historisches Gewand trägt, braucht auch moderne, ihm und seiner Zeit gemäße Wohngehäuse mit allen der Gegenwart entsprechenden Dingen des täglichen Gebrauchs.
 
 
Ein Ding ist bestimmt durch sein Wesen. Um es so zu gestalten, daß es richtig funktioniert — ein Gefäß, ein Stuhl, ein Haus muß sein Wesen zuerst erforscht werden; denn es soll seinem Zweck vollendet dienen, d. h. seine Funktionen praktisch erfüllen, haltbar, billig und „schön“ sein.
 
Diese Wesensforschung führt zu dem Ergebnis, daß durch die entschlossene Berücksichtigung aller modernen Herstellungsmethoden, Konstruktionen und Materialien Formen entstehen, die, von der Überlieferung abweichend, oft ungewohnt und überraschend wirken (vgl. beispielsweise den Gestaltwandel von Heizung und Beleuchtung).
 
Die Suche nach neuen Formen um jeden Preis dagegen, soweit sie sich nicht aus der Sache selbst ergeben, wird ebenso abgelehnt, wie die Anwendung rein dekorativer — erdachter oder historischer — Schmuckformen.
 
Denn die Fähigkeit, einen Gegenstand „schön“ zu gestalten, beruht auf der meisterlichen Beherrschung aller wirtschaftlichen, technischen und formalen Voraussetzungen, aus denen sein Organismus resultiert. Die Art, in der der gestaltende Mensch die Beziehungen der Massen, Materialien und Farben des zu gestaltenden Dinges ordnet, schafft diesem das charakteristische Gesicht, in den Maßverhältnissen dieser Ordnung liegt sein geistiger Wert verborgen, nicht in äußerlicher Zutat von schmückendem Ornament und Profil; diese stören sogar seine klare Gestalt, sobald sie nicht funktionell begründet sind.
 
Nur durch dauernde Berührung mit der fortschreitenden Technik, mit der Erfindung neuer Materialien und neuer Konstruktionen gewinnt das gestaltende Individuum die Fähigkeit, die Gegenwart in lebendige Beziehung zur Überlieferung zu bringen und daraus die neue Werkgesinnung zu entwickeln:
 
Entschlossene Bejahung der lebendigen Umwelt der Maschinen und Fahrzeuge.
 
Organische Gestaltung der Dinge aus ihrem eigenen gegenwartsgebundenenen Gesetz heraus, ohne romantische Beschönigungen und Verspieltheiten.
 
Beschränkung auf typische, jedem verständliche Grund-formen und -farben.
 
Einfachheit im Vielfachen, knappe Ausnutzung von Raum, Stoff, Zeit und Geld:
 
Die Schaffung von Typen für die nützlichen Gegenstände des täglichen Gebrauchs ist eine soziale Notwendigkeit. Die Lebensbedürfnisse der Mehrzahl der Menschen sind in der Hauptsache gleichartig. Haus und Hausgerät ist Angelegenheit des Massenbedarfs, ihre Gestaltung mehr eine Sache der Vernunft, als eine Sache der Leidenschaft. Die schaffende Maschine von Typen ist ein wirksames Mittel, das Individuum durch mechanische Hilfskräfte — Dampf und Elektrizität — von eigener materieller Arbeit zur Befriedigung der Lebensbedürfnisse zu befreien und ihm vervielfältigte Erzeugnisse billiger und besser als von der Hand gefertigt zu verschaffen. Eine Vergewaltigung des Individuums durch die Typisierung ist ebensowenig zu befürchten wie eine völlige Uniformierung der Kleidung durch das Diktat der Mode. Trotz typischer Gleichartigkeit der einzelnen Teile behält das Individuum Spielraum zu persönlicher Variation. Denn infolge der natürlichen Konkurrenz ist die Zahl der vorhandenen Typen für das einzelne Ding doch immer so reichlich, daß dem Individuum die persönliche Wahl des ihm am meisten entsprechenden Modells überlassen bleibt.
 
 
Die Bauhauswerkstätten sind im wesentlichen Laboratorien, in denen vervielfältigungsreife, für die heutige Zeit typische Geräte sorgfältig im Modell entwickelt und dauernd verbessert werden.
 
Das Bauhaus will in diesen Laboratorien einen neuen, bisher nicht vorhandenen Typ von Mitarbeitern für Industrie und Handwerk heranbilden, der Technik und Form in gleichem Maße beherrscht.
 
Das Ziel, typische Modelle zu schaffen, die alle wirtschaftlichen, technischen und formalen Forderungen erfüllen, verlangt eine Auslese bester, umfassend gebildeter Köpfe, die in gründlicher Werkpraxis wie in exaktem Wissen der formalen und mechanischen Gestaltungselemente und ihrer Aufbaugesetze geschult sind.
 
Diese Modellkonstrukteure müssen auch mit den maschinellen Werkmethoden fabrikmäßiger Vervielfältigung, die von denen des Handwerks abweichen, genau vertraut sein, wenn auch die Modellstücke mit der Hand ausgearbeitet werden. Denn aus der Eigenart der Maschine entwickelt sich die neue, eigene »Echtheit« und »Schönheit« ihrer Erzeugnisse, während die unlogische Imitation handwerklicher Produkte mittels der Maschine immer den Makel des Surrogats trägt.
 
Das Bauhaus vertritt die Ansicht, daß der Gegensatz zwischen Industrie und Handwerk weniger durch den Unterschied des Werkzeugs gekennzeichnet wird, als vielmehr durch die Arbeitsteilung dort und die Arbeitseinheit hier. Handwerk und Industrie sind aber in ständiger Annäherung begriffen. Das Handwerk der Vergangenheit hat sich verändert, das zukünftige Handwerk wird in einer neuen Werkeinheit aufgehen, in der es Träger der Versuchsarbeit für die industrielle Produktion sein wird. Spekulative Versuche in Laboratoriumswerkstätten werden für die produktive Durchführungsarbeit der Fabriken Modelle — Typen schaffen.
 
 
Die in den Bauhauswerkstätten endgültig durchgearbeiteten Modelle werden in fremden Betrieben vervielfältigt, mit denen die Werkstätten in Arbeitsverbindung stehen.
 
Die Bauhausproduktion bedeutet also keine Konkurrenz für Industrieund Handwerk, sondern schafft vielmehr für diese einen neuen Aufbaufaktor. Denn das Bauhaus führt dem realen Werk- und Wirtschaftsleben schöpferisch begabte Menschen über die Praxis zu, die der Industrie und dem Handwerk Vorarbeit zur Produktion abnehmen sollen.
 
Die vervielfältigten Produkte nach Modellen des Bauhauses sollen ihre Preiswürdigkeit lediglich durch Ausnutzung aller modernen ökonomischen Mittel der Typisierung (Serienherstellung durch die Industrie) und durch den Umsatz erreichen. Der Gefahr einer Minderung der Güte der Produkte in Material und Ausführung gegenüber den Modellen durch die maschinelle Vervielfältigung wird mit allen Mitteln begegnet. Das Bauhaus kämpft gegen Ersatz, minderwertige Arbeit und kunstgewerblichen Dilettantismus für eine neue Qualitätsarbeit.
 
 

BAUHAUSWERKSTÄTTEN

TISCHLEREI
METALLWERKSTATT
WEBEREI
TÖPFEREI
HOLZ- U.STEINBILDHAUEREI
WANDMALEREI
GLASWERKSTATT
DRUCKEREI
REKLAMEABTEILUNG
BUHNENWERKSTATT
ARCHITEKTURABTEILUNG
 
Dieser Band enthält Abbildungen von den Erzeugnissen der ersten vier Werkstätten
 
 
 
 

INHALTSVERZEICHNIS

 
VORWORT: Grundsätze der Bauhausproduktion von W. Gropius 5—8
 
ERZEUGNISSE DER TISCHLEREI 10—38
Schreibtisch, E. Consemüller. 10
Schreibtisch, E. Dieckmann... 11
Schreibtisch, M. Breuer.. 12
Schreibtisch, W. Gropius. 13
Schreibtisch aus Sperrholz, M. Breuer... 14—15
Polstersessel, W. Gropius... 16
Direktionszimmer, W. Gropius... Farbtafel I
Regal, W. Gropius.. 17
Zeitschriften und Notenregal, J. Albers. 18
Ausstellungsschrank, J. Albers.  19
Wandklappstühle, J. Albers... 20
Sitzungstisch, J. Albers. 21
Tisch, M. Breuer. 22
Schreibsessel, E. Dieckmann.. 23
Bett, E. Dieckmann.. 24
Bücherschrank, E. Dieckmann.. 25
Damenbett, M. Breuer... 26
Toilettentisch, M. Breuer... 27
Sessel, M. Breuer.. 28—29
Bücherschrank, J. Albers. 30
Bücherschrank, M. Breuer. 31
Kinderstühlchen, M. Breuer... 32
Kinderstuhl und Tisch, M. Breuer... Farbtafel II
Kinderteppich, B. Otte.. Farbtafel II
Küchentisch und -Stuhl, M. Breuer.. 33
Küchenschrank, M. Breuer.. 34
Teetisch, E. Brendel... 35
Spielschrank, A. Buscher. 36—37
Wickelkommode, A. Buscher. 38
 
Spielwaren 39—45
Spielzeug (Schiffchen), A. Buscher.. 39
Kugelspiel, A. Buscher.. 39
Farbkreisei, L. Hirschfeld-Mack... 40
Spielzeug, A. Buscher. 41
Laufrad, E. Schrammen.. 42
Schachtisch, H. Nösselt... 43
Bauhausschach, J. Hartwig.. 44—45
 
ERZEUGNISSE DER METALLWERKSTATT 46—72
Tee-Extraktkännchen, M. Brandt. 46
Tee-Extraktkännchen, O. Rittweger.. 47
Teeservice, M. Brandt... 48—49
Teeglashalter, M. Krajewski.. 50
Aschenschale, M. Brandt.. 51
Fruchtschalen, J. Albers.. 52
Silberservice, M. Brandt. 5 3
Sauciere, W. Wagenfeld. 54
Mokkamaschine, W. Wagenfeld. 55
Service für Kaffee und Tee, W. Wagenfeld... 56
Teemaschine, J. Knau.. 5 7
Kanne, W. Rößger u. F. Marby... 58
Teekanne, W. Rößger... 59
Teekugel, W. Tümpel... 60
Teekugelhalter, W. Tümpel u. O. Rittweger. 61
Teebüchse, W. Wagenfeld.
Teekugelhalter, W. Wagenfeld.. 63
Teelicht (Teewärmer), Metallwerkstatt.. 64
Klavierlampe, K. J. Jucker. 65
Nachttischlampe, K. J. Jucker. 66
Stehlampe, J. Pap  67
Lampe aus Glas, K. J. Jucker und W. Wagenfeld  68
Tischlampe, W. Wagenfeld .. 69
Beleuchtungskörper, W. Gropius...70
Anhänger und Ring, N. Slutzky. 71
Anhänger, N. Slutzky. 72
 
ERZEUGNISSE DER WEBEREI 73—92
Gobelin, M. Schreyer. 73
Mobelstoff, F. Knott. 74
Behang, E. Niemeyer.. 75
Wandbehang, L. Leudesdorff. 76
Wandbehang, R. Vallentin ..77
Schaftweberei, R. Hollös... 78
Gobelinteppich, B. Otte. 79
Wandschirm, D. Helm .. 80
Schaftweberei, R. Hollös .. Farbtafel III
Knüpfteppich, G. Hantschk .. Farbtafel IV
Knüpfteppich, B. Otte. 81
Wandbehang, B. Otte... 82
Wandbehang, M. Erps.. 83
Wandbehang, A. Fleischmann.. 84
Wandbehang, B. Otte.. 85
Decke, G. Stölzl... 86
Decke, G. Stölzl.. 87
Behang, L. Deinhardt. 88
Decke, G. Stölzl... 89
Wandbehang, M. Köhler. 90
Knüpfteppich, M. Erps ... 81
Wandbehang, B. Otte.. 92
 
ERZEUGNISSE DER TÖPFEREI  93—111
Becher, Th. Bogler... 93
Kakaokanne, O. Lindig. 94
Große Deckelvase, O. Lindig .. 95
Gewürz und Teedose, Th. Bogler  96
Becher, W. Burri. 96
Vorratstopf, O. Lindig.. 97
Kakaotopf, O. Lindig. 98
Deckelvase, O. Lindig... 99
Deckelvase, O. Lindig.. 100
Kaffeegeschirr, O. Lindig.. 101
Variable Teekanne, Th. Bogler... 102
Teekanne, Mokkatasse, Th. Bogler.  103
Mokkakanne, G. Mareks.. 103
Teegeschirr, Th. Bogler... 104
Kaffeetasse, O. Lindig   105
Vorratsgefäß, Th. Bogler.. 105
Küchengefäß, Th. Bogler..   106
Kakaokanne und Tasse, O. Lindig. 107
Vorratsgefäß, Th. Bogler.. 107
Tasse, O. Lindig. 108
Teekanne, Th. Bogler...108
Becher, M. Friedländer. 108
Mokkamaschine, Th. Bogler. 109
Kakaogeschirr, O. Lindig.. 110
Vorratsdose, Th. Bogler... 110
Kaffeekannen, O. Lindig. 111
 
VERSUCHSWOHNHAUS DES BAUHAUSES 112—113
INHALTSVERZEICHNIS 114—115
 
 

Beispielseiten

Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München : Albert Langen Verlag, 1925. — 115 s., ill. — (Bauhausbücher 7). Neue Arbeiten der Bauhauswerkstätten. — München : Albert Langen Verlag, 1925. — 115 s., ill. — (Bauhausbücher 7).
 
 
 
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29 ноября 2015, 0:16 0 комментариев

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